Jungenberg 2018 - Über unseren Paradiesgarten

 In Prämierungen, Weine

So wie es Gläser und Weingläser gibt, gibt es auch Weingärten und Paradiesgärten.

Paradies… Man denkt fast von selbst an die beiden Nudisten aus der Schöpfungsgeschichte oder an eine Art Schlaraffenland. Die Begriffe Paradies, Garten Eden, Himmelreich oder Elysion gebieten der Vorstellungskraft kaum Einhalt.

Biblisch gesehen ist es ein Platz, wo die Unschuld herrscht, frei von Sünde und Tadel. Also ein recht langweiliger Ort. Fad ist es in unserem Paradiesgarten nicht.

Es wachsen dort nicht nur verführerische Blaufränkisch Früchte, auch sonst geht es ziemlich rund: Die wilde Begrünung wächst im Frühsommer höher als die Traubenzone und sobald in voller Blüte, laben sich eine Vielzahl von Schmetterlingen und sonstigen Fluginsekten an Blütenstaub und Nektar.

Kein Traktor hat seit 5 Jahren die Zeilen befahren, weshalb sich im Schutz des Grüns jede Menge Krabbler unter- und oberhalb der Oberfläche tummeln und den Boden wieder zum Leben erweckt haben. Selbst der Pflanzenschutz wird ohne Maschinen per Buckelspritze durchgeführt. Das Einzige was an Landwirtschaft erinnert, sind die 50 Jahre alten, präzise nach sanftem Rebschnitt erzogenen Reben, deren Triebe um das alte Drahtgerüst geschlungen sind und nicht gestutzt werden.

Paradoxerweise ist die Wuchskraft der Reben trotz der ungebändigten pflanzlichen Konkurrenz beachtlich und vom Mehltau ist genauso wenig zu sehen wie von allerlei Schädlingen. Allein die Rehe aus dem angrenzenden Wäldchen knabbern manchmal an den frischen Trieben bevor sie sich in der Dämmerung wieder davonstehlen.

Wir ernten in Kleinstkisten per Hand, danach kommt Traube für Traube in die Gärbehältnisse. Nach der Gärung wird der Wein äußerst schonend gepresst und in den Reifekeller gefüllt.

Sündig wird es erst wieder, wenn man den Wein trinkt. Man kann man nämlich kaum aufhören, so elegant und paradiesisch leicht kommt er daher, der Jungenberg.

Dass dieser besondere Wein einen speziellen Platz in unserem Weingutssystem einnimmt, kann man sich vorstellen. Und es ist auch schön, wenn die Fachpresse diese Begeisterung teilt.

  • James Suckling 96 Punkte
  • Falstaff 96 Punkte
  • A la Carte 96+ Punkte
  • Gault Millau 18 Punkte

Noch schöner ist es kleinen Portionen dieses großen Glücksfalls in Flaschen mit Euch teilen zu können.

Hier gehts zum Factsheet: jungenberg_bf_18

Unter: www.jungenberg.at

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