Ok, das ist die Kurzfassung. Vor einigen Millionen Jahren sah es rund um Jois aus wie in der Karibik. Das Urgestein des Leithabergs ragte nur an wenigen Stellen in Form von kleinen Inseln aus dem Urmeer und allerlei Algen, Korallen und sonstige Meeresbewohner belebten seine versunkenen Hänge. Als das Wasser langsam wich, hatten sich die Meeresbewohner in das verwandelt, was wir heute als „Leithakalk“ kennen und den Weinen ihre Mineralität und Salzigkeit verleiht. Kurz gesagt: Ab einer gewissen Seehöhe zeigt der Hügelzug sein Urgestein, von uns einfach als Schiefer bezeichnet, an den Hängen darunter hat man es mit Kalk zu tun und schließlich in der Ebene (an den Ausläufern) haben Wind und Wetter humusreiche Schichten abgetragen und in kalkhaltige Lehmböden verwandelt. Ausnahmen bestätigen die Regel, denn in ein paar Millionen Jahren kann ebenso einiges passieren.

Am Gritschenberg zum Beispiel dominiert der Leithakalk. Es gibt nur wenige Stellen in Jois, wo er so rein zu Tage tritt. Das bringt Struktur, Länge und Kreidigkeit und ist für unsere Weine so wichtig, wie das Salz in der Suppe.

Wieso erzählen wir das alles? Weil man es schmeckt. Analytisch anscheinend nicht beweisbar, schmecken Weine vom Schiefer anders als Weine vom Kalk, wenn man sie lässt. Das macht unser Tun auch so spannend und das zeigen wir gern mit unseren Weinen – wenn man uns lässt.

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